Boxer-Klub e.V. Sitz Muenchen, gegr. 1895 (VDH/FCI)
Gruppe Bad-Kreuznach
Landesgruppe III - Rheinland-Pfalz
     Welpen      In den Zwingern "vom Hahnenrech" und "vom Vampiro" sind noch Welpen abzugeben. 
SEP
06

Verein >> Ausbildung   Hund

Übungszeiten


Mittwoch 15:00 Uhr - ca. 19:00 Uhr
Samstag 14:30 Uhr - ca. 19:00 Uhr
Sonntag Fährtenarbeit nach Absprache


Die Ausbildung unserer Hunde


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Die Bedeutung eines Haustieres in der heutigen Gesellschaft nimmt einen hohen Stellenwert ein. Dabei darf von allen Tierliebhabern jedoch die Reserviertheit von Nicht-Tierbesitzern nicht ignoriert werden. Es ist daher auch gerade Aufgrund der Vorfälle der vergangenen Jahre von imenser Bedeutung, dass sich Hundeführer in der Öffentlichkeit so verhalten, dass von unseren Mitmenschen eine hohe Akzeptanz gegenüber Tieren sichergestellt wird. Vorraussetzung hierfür dürfte unter anderem auch eine gute Ausbildung unserer Hunde sein.
Unsere Herausforderung soll es sein:


- Hundeführer zum artgerechten Umgang mit ihren Hunden anzuleiten und in der Grunderziehung zu unterstützen.

- Die weitere Ausbildung des Hundes je nach Veranlagung bzw. Zielsetzung der Besitzer zu fördern, z.B

A) zum verkehrssicheren Begleithund

B) zum Fährtenhund in den Ausbildungsstufen I und II

C) zum Gebrauchshund nach der bestehenden Prüfungsordnung VPG oder IPO I,II und III ind den Disziplinen Fährte, Unterordnung und Wesensprüfung
(siehe VDH Prüfungsordnung).

D) oder zur Vorbereitung zu Zuchtschauen, Ausdauer- und Zuchttauglichkeitsprüfung.



Ist eine Ausbildung wirklich nötig?


Ja, denn jeder Hund braucht eine sinnvolle Beschäftigung. Nur wenige Rassen werden heute noch dafür eingesetzt, wofür sie ursprünglich gezüchtet wurden. Die Anlagen sind aber nach wie vor vorhanden. Ist ein Hund nicht ausgelastet, kann er die in ihm aufgestaute Energie nicht ausleben. In seiner Langeweile sucht er nach einem Ausgleich, welcher mitunter nicht den Vorstellungen seines Besitzers entspricht. Durch die vielseitigen Möglichkeiten des Hundesports wie Agility, Turnierhundesport, Obedience oder Gebrauchshundesport ist eine intensive Beschäftigung des Hundes gewährleistet. Aber nicht nur ihr junger Hund ist während seiner Erziehung gefordert, sondern auch sie als Hundeführer müssen durch konsequentes Verhalten dazu beitragen, ihrem Hund ein zuverlässiger Rudelführer zu sein.
Gerne unterstützen wir sie bei dem Aufbau ihres Hundes zu einem sicheren Gebrauchshund oder der Grunderziehung zum familienfreundlichen Begleithund.
Wir bauen in unserer Ausbildung auf Aktivierung des Spiel- und Beutetriebes. Durch Abrufen dieser bereits vorhandenen Triebe, kann der Hund in eine hohe Trieblage gebracht werden und für korrektes Arbeiten positiv bestätigt werden. Dazu ist es erforderlich diese Triebe so früh wie möglich zu wecken, sie zu steigern und im richtigen Moment einzusetzen.
Hierzu wird dem Alter bzw. der Größe des Welpen eine im Durchmesser entsprechende dünne Beißwurst verwendet. Den Welpen nun in gewohnter Umgebung in Spieltrieb bringen, mit ihm um die Beißwurst rangeln und durch ziehen und nachlassen den Spieltrieb steigern. Bei gutem Triebverhalten den Hund gewinnen lassen. Danach heranlocken (nicht nachlaufen und einfangen), abloben und neu mit dem Spiel beginnen. Sobald der Welpe sich zum Spiel anbietet, hat eine gedächtnismäßige Verknüpfung stattgefunden.
Nie bis zur völligen Erschöpfung des Hundes spielen. Das Spiel sollte vom Hundeführer in der höchsten Triebstimmung beendet werden. Die Beißwurst sollte nie dem Hund zum selbstständigen Spielen zur Verfügung stehen. Der Hundeführer (Rudelführer) beginnt und beendet die jeweilige Spielphase.
Durch Aufbau dieses Spiel- und Beutetriebes entsteht eine enge Beziehung zwischen Hund und Hundeführer und der erste Schritt für ein erfolgreiches Team ist getan. Gerne sind wir ihnen dabei behilflich.
Auf den nachfolgenden Seiten wollen wir einen kurzen Einblick in die einzelnen Gebrauchshundisziplinen Fährtenarbeit, Unterordnung und Schutzdienst geben.


Die Fährte


Das Benutzen der Nase muss dem Hund nicht beigebracht werden sondern ist ihm angeboren. Durch die viel größere Riechschleimhaut ist er dem Menschen im Geruchssinn um ein vielfaches überlegen.
Das Fährten an sich müssen wir den Hund nicht lehren, sondern wir müssen ihm nur begreiflich machen was wir beim Fährten von ihm erwarten und wie er sich zu verhalten hat.
Der Fährtenhund erlernt das Suchen auf unterschiedlichem Gelände wie Acker, Wiese und Wald. Dabei verarbeitet er unterschiedliche Duftmerkmale die durch das Begehen des Fährtenlegers auf Grund der Bodenverletzung entstanden sind. Kleine Gegenstände, welche vom Fährtenleger auf der Fährte ausgelegt werden, müssen identifiziert und angezeigt werden. Mit dem Aufbau zum Fährtenhund kann schon ab der Prägungsphase (4.-7. Woche) begonnen werden.


Die Unterordnung


Da der Hund ein Rudeltier ist, ist es ihm genetisch gegeben sich in eine Gemeinschaft einzuordnen. Der Hund lernt von Beginn an sich in eine bestimmte Hierarchieebene zu begeben. Hierzu bedarf es aber einer Klaren und Konsequenten Anweisung durch den Rudelführer. Durch Gehorsamsausübung werden die unterschiedlichen Rollenverhältnisse zwischen Hund und Mensch geklärt und gefestigt. Mit intensiver Beschäftigung kann so Harmonie, Verständnis und Teamgeist aufgebaut und vertieft werden. Durch seine Intelligenz und sein Lernvermögen, kann so die Konzentrationsfähigkeit und das Sozialverhalten gefestigt werden. Übungen wie Sitz, Platz, bei Fuß folgen und apportieren sollten spielerisch erlernt und freudig durchgeführt werden. Neben den Übungen auf dem Ausbildungsplatz müssen für die Begleithundprüfung auch Situationen des täglichen Alltags wie Begegnungen mit Artgenossen, Joggern und Autos vermittelt werden.
Das Aufzeigen von Gehorsam, Nervenstärke und Sozialverhalten in der Begleithundprüfung ist Vorraussetzung für die Zulassung zu weiteren Prüfungsstufen.


Der Wesenstest oder "Schutzdienst"


Dieser dritte Ausbildungsbereich ist der wohl zur Zeit umstrittenste Teil des Hundesports. In den Medien als "Dressur zur Menschenhatz" abgetan, dient er heute nicht mehr dazu den Hund als Personenschützer auszubilden, sondern ihm die Möglichkeit zu geben, Beute zu suchen, zu jagen und zu erkämpfen. Dabei ist nicht der Mensch die Beute, sondern der von ihm benutzte "Beißarm". Durch aktivieren dieser Beute werden Schlüsselreize ausgelöst. Der Hund darf suchen, stellen, verfolgen, kämpfen und vieles tun was seinem Naturell entspricht. Durch den Sieg über den Schutzdiensthelfer enstehen in keiner Weise Aggresivität gegen den Sozialkumpan "Mensch".
Gerade bei dieser Übung werden vor allem Gehorsam, Nervenstärke und Selbstbeherrschung gefordert und geschult. Der Hund lernt seine Gefühle in Belastungssituationen zu kontrollieren und gezielt und bewusst auszuleben.
Um ihnen bei der Ausbildung behilflich zu sein, steht ihnen unser Ausbildungsteam mit Rat und Tat zur Seite