Unsere Hunde >> Der Boxer 
Der Deutsche BOXER

Manfred Kyber nennt ihn „den Mann mit der schwarzen Maske“ – nicht zu Unrecht, denn man muß hinter die schwarze Maske schauen um ihn zu kennen und zu erkennen. In der heutigen Zeit, hektisch, unruhig, ruhelos sind unsere Hunde ruhender Pol und Bindeglied zur Natur für uns geworden. Vor rund 60 Mio Jahren entstanden die Ahnen unserer Hunde im nordamerikanischen Raum und verbreiteten sich über das gesamte Festland mit Ausnahme von Australien. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde dann der Boxer zum unentbehrlichen Helfer des Metzgers, Viehhändlers und Gastwirtes und man brachte ihm immer mehr Sympathie entgegen. So ist es nicht verwunderlich, daß man sich gerade in den Kreisen des angesehenen Münchner Bürgertums für den Boxer einsetzte. Er war ausdauernd, kräftig und dabei doch ein beweglicher Hund, der mit einem Ochsen dank seiner Kraft fertig werden und dank seiner Wendigket den Stößen und Schlägen ausweichen konnte.
Aus dem damals noch plumpen Hund mit schwerem Kopf, fletschenden Zähnen, krummem Rücken, wurde ein linienschöner, eleganter Hund von hohem Gebrauchswert und doch gutmütigen Charaktereigenschaften. Von München aus nahm der Boxer seinen Siegeszug durch die ganze Welt. Seit 1924 hat er seine ofizielle Anerkennung als Gebrauchshund.
Und so wird der deutsche Boxer heute beschrieben:
Der deutsche Boxer ist ein kurzhaariger, mittelgroßer, äußerst kräftiger Hund. Kraft und Schnelligkeit gepaart mit Adel soll ihm eigen sein. Der Rüde sollte eine Schulterhöhe von 57 – 63 cm haben,die Hündin 53- 59 cm. Das Wesen des Boxers beschreibt sich wie folgt: Er sollte nervenstark, selbsbewußt, ruhig und ausgeglichen sein. Der typische Boxer ist zutraulich und treuherzig in der Familie, aber mißtrauisch gegenüber Fremden, heiter und freundlich beim Spiel, aber furchtlos beim Ernst. So machen ihn das kurze Haar, das sehr pflegeleicht ist, sein festes ruhiges Wesen und die angeborene Kinderliebe zum angenehmen Familienhund.
Mein Hund – ein BOXER
Warum ich mir einen Boxer angeschafft habe – das begründen viele Boxer-Besitzer mit dieser gereimten Antwort:„Weil er kurzhaarig und glatt,
nicht zu groß noch zu klein ist,
weil er körperlich derb,
charakterlich fein ist,
weil er intelligent und originell ist,
weil er folgsam, kein Freund von Gezänk und Gebell ist,
auch kein Spielzeug der Halbwelt,
kein modischer Putz ist,
sonder immer ein achtungsgebietender Schutz ist,
weil er unbestechlich,
voll Kraft und voll Mut ist,
aber trotzdem zu Kindern behutsam und gut ist,
weil er dankbar und treu bis zur letzten Stund ist
... genügt das als Antwort, warum er mein Hund ist?“
... bei aller Poesie sagen diese Zeilen vieles über den typischen Boxercharakter aus. Denn wer kann die Stirn so in Falten legen? Wer kann einen so treu anblicken, daß man ihm einfach nicht böse sein kann? Das kann nur ein BOXER. Er zeigt auf der einen Seite Nervenstärke und Mut, ist selbstbewußt und besitzt Temperament und Energie. Er ist für seine Wachsamkeit berühmt und ist andererseits anhänglich und treu. Zu seinen besonderen Merkmalen zählen sein Spieltrieb und seine Liebe zu Kindern, sowie die Unbestechlichkeit Fremden gegenüber. Alle diese Eigenschaften machen ihn zu einem Hund der trotz seiner Größe problemlos zu halten und der ideale Familienhund ist.